Nachhaltigkeit bei MÖVE
Nachhaltigkeit ist für MÖVE ein zentrales Leitbild, das fest in unseren Unternehmenswerten verankert ist. Mit zahlreichen Maßnahmen arbeiten wir stetig daran, Umwelt- und Klimaschutz am Produktionsstandort Großschönau und darüber hinaus zu fördern. Unter anderem konnten wir seit 2008 unseren Energieverbrauch deutlich reduzieren sowie die CO₂-Emissionen senken. Durch diese Investitionen gelingt es uns bisher, den Produktionsstandort in Deutschland zu sichern und das bereits seit fast 100 Jahren. In diesem Artikel informieren wir Sie über den aktuellen Stand unserer vielfältigen Maßnahmen und unser Engagement für Mensch, Natur und Umwelt.
Energieeffizienz und Klimaschutz am Produktionsstandort
Die MÖVE-Frottierwaren werden zum Großteil in Großschönau in der Oberlausitz gefertigt. Mit der Produktion „Made in Germany“ setzen wir auf kurze, umweltfreundliche Transportwege zu unseren Kunden und die Kontrolle über einen großen Teil der Wertschöpfungskette. Auch der ökologische Fußabdruck wird so reduziert. Als produzierendes Unternehmen sind wir aber auf den Einsatz von Energie angewiesen. Daher verpflichten wir uns klar zur Schonung von Ressourcen, zur Reduzierung von Emissionen und zur Verbesserung unserer Prozesse.
Stromerzeugung
Zur Eigenstromerzeugung setzen wir auf eine Kombination aus einem eigenen Blockheizkraftwerk mit einer Photovoltaik-Solaranlage. Derzeit können wir so rund ein Drittel des benötigten Stroms selbst erzeugen. Aus Solarenergie erzeugte MÖVE im vergangenen Geschäftsjahr rund 420 MWh Strom. So konnten wir umgerechnet unsere gesamte Weberei bereits mit selbst erzeugtem Strom betreiben.
Beleuchtung
Um den Strom effizienter zu nutzen, wurde ein modernes LED-Lichtkonzept erarbeitet, das wir nach und nach im gesamten Betrieb und auch in unseren Stores einführen. Hier wird nicht nur der Verbrauch gesenkt, sondern auch die Arbeitsbedingungen in der Produktion oder im Logistikbereich werden verbessert, da die genutzten LED-Leuchten das Tageslicht imitieren und das Licht natürlicher wirkt.
In all unseren MÖVE Stores setzen wir seit 2024 ausschließlich auf grünen Strom.
Effizienzsteigerung
Insgesamt arbeiten wir dauerhaft an einer Verbesserung der energetischen Leistung. Dazu gehören auch Investitionen in Maschinen und Anlagen, die weniger Energie verbrauchen als die bisherigen. Zu nennen ist hier beispielsweise ein hocheffizienter Kompressor, durch den der Energiebedarf bei der Drucklufterzeugung um 35 % gesenkt werden konnte. Die dabei entstehende Abwärme wird im Rahmen der integrierten Wärmerückgewinnung zur Beheizung der Mitarbeiterduschen genutzt.
Mit allen Maßnahmen konnten wir nahezu 1.000 MWh pro Jahr einsparen und auch die CO₂-Emissionen um mehr als 400 Tonnen jährlich reduzieren. Die effiziente Nutzung der energetischen Ressourcen ist ein wichtiger Punkt, sodass wir diesbezügliche Verbesserungen als Basis unseres täglichen Handels betrachten.
Ressourcenmanagement: Wasser und Abfallwirtschaft
In der Produktion arbeitet MÖVE mit unterschiedlichen Wertstoffen und nutzt in verschiedenen Prozessen Wasser. Auch mit diesen Ressourcen ist ein verantwortungsvoller Umgang geboten.
Selbstverständlich trennen wir sämtliche anfallenden Abfälle konsequent. Über zertifizierte Partner werden sie dem Recyclingkreislauf wieder zugeführt. So werden unter anderem textile Produktionsreste als Dämmmaterialien in der Automobilindustrie genutzt. Auch im Baugewerbe finden sie eine neue Verwendung.
Neben dem Energieverbrauch überprüfen wir auch unseren Wasserverbrauch und arbeiten daran, diesen zu optimieren. Für unsere Produktion nutzen wir ausschließlich weiches Brauchwasser, vorwiegend aus unserem betriebseigenen Teich. Das Oberflächenwasser aus dem Gebirge ist weich, sodass wir auf eine chemische Enthärtung verzichten. Der restliche Wasserbedarf wird durch einen eigenen Brunnen gedeckt. Mithilfe einer Wärmerückgewinnungsanlage wird die Abwärme des Abwassers zur Vorwärmung des Prozesswassers eingesetzt. Durch Vereinbarungen mit Partnern in der Region stellen wir sicher, dass es auch in trockeneren Sommermonaten zu möglichst keinen Engpässen bei der Wasserversorgung kommt. Außerdem können wir so auf wertvolles und aufwendig aufbereitetes Trinkwasser verzichten.
Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung und Logistik
Die Entscheidung für MÖVE ist eine Entscheidung für hohe Qualität und gelebte Nachhaltigkeit über alle Unternehmensbereiche hinweg.
Zertifizierung
Bei all unseren Produkten steht die Qualität im Fokus. Durch die Zertifizierung nach OEKO-TEX® Standard 100 (Produktklasse 1) für alle Garne und Zubehör (z. B. Knöpfe oder Reißverschlüsse) stellen wir sicher, dass es keine Einschränkungen bei der Nutzung gibt: Die so zertifizierten Produkte sind sowohl für empfindliche Babyhaut als auch für Allergiker geeignet. Auch das ist Nachhaltigkeit.
Nachhaltige Produkte und Kollektionen
Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in den internen Prozessen, sondern auch bei unseren Kollektionen und Produkten: Die Nutzung von Naturfasern, die kein Mikroplastik an die Umwelt abgeben, liegt uns besonders am Herzen. Bei der Materialwahl ist auch die Verwendung naturbelassener Baumwolle in den Kollektionen MÖVE EDEN oder MÖVE WELLNESS ein interessanter Ansatz.
Sowohl unsere Classics als auch die Editions zeichnen sich durch eine zeitlose Ästhetik und haltbare Farben aus. Durch den Einsatz hochwertiger Materialien und eine sorgsame Verarbeitung erzeugen wir langlebige Produkte, auf die Verlass ist.
Verpackungsoptimierung
Bei den Verpackungen arbeiten wir daran, Kunststoff weiter zu reduzieren. Schon jetzt verzichten wir auf den Einsatz von Plastik, wo immer es möglich ist. So präsentieren wir Bademäntel gefaltet statt hängend und konnten so Kunststoffbügel und 50 % der bisherigen Schutzfolien einsparen.
Der eingesetzte Kunststoff besteht ausschließlich aus PVC-freien Materialien und bei genutzten Folien setzen wir auf einen Recyclinganteil von über 80 %. Außerdem bestehen die Hang-Tags an unseren Produkten aus FSC-zertifiziertem Papier. Auch in den Stores setzen wir seit einigen Jahren auf Papiertragetaschen, anstatt auf Plastiktüten – oder unsere Tasche aus recycelter Baumwolle.
Besonders an unserer Upcycling-Tasche: Da wir hierbei Garnreste aus unserer Produktion nutzen, ist jede Auflage einzigartig. Die veränderte Garnzusammensetzung sorgt für immer neue Designs.
Logistik
Auch in der Logistik ist nachhaltiges Handeln möglich: Indem wir bereits jetzt drei Viertel der MÖVE-Standorte über ein Mehrweg-Transportsystem beliefern, können wir Verpackungsmaterialien und Kartonagen reduzieren. Wenn Kartonagen erforderlich sind, setzen wir konsequent auf recycelte Materialien.
Bei der Auswahl unserer Partner legen wir ebenfalls strenge Kriterien an, um sowohl unser Qualitätsversprechen einhalten zu können als auch den gesetzten Nachhaltigkeitsstandards gerecht zu werden.
Ökologisches Engagement und soziale Mobilität
Nachhaltigkeit endet nicht am Tor unseres Produktionsstandortes, sondern geht viel weiter. So engagiert sich MÖVE für Naturschutz und hat sich an regionalen Aufforstungsprojekten in Nordrhein-Westfalen beteiligt. So konnten Flächen in einem Landschafts- und EU-Vogelschutzgebiet, die bereits mehrfach von Orkanschäden betroffen waren, mit widerstandsfähigen Baumarten aufgeforstet werden. Die so insgesamt rund 49.000 gepflanzten Bäume dienen nicht nur der CO₂-Bindung, sondern machen die Flächen insgesamt resistenter gegen den Klimawandel.
Auch im Bereich der Forschung beteiligen wir uns: In Kooperation mit der Universität Kassel unterstützen wir mit Produktionsresten – wie Flusen – Projekte, beispielsweise im Rahmen der Forschung zum Einsatz biobasierter Verbundstoffe.
Unsere Mitarbeiter motivieren wir durch das JobRad-Modell, unkompliziert mit geringem Aufwand vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Neben dem Einsparen von Emissionen entsteht hier auch ein gesundheitlicher Vorteil, der individuell nachhaltig ist.
Nachhaltigkeit bei MÖVE im Überblick
Tagtäglich arbeiten wir bei MÖVE ganzheitlich an der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit im Unternehmen. Alleine im vergangenen Geschäftsjahr produzierte unser Unternehmen ca. 420 MWh Strom aus Solarenergie. Somit wurde umgerechnet die Weberei vollständig mit selbst erzeugtem Strom versorgt. Auch in den kommenden Jahren sollen weitere Fortschritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette erzielt werden, um Flora und Fauna weiter zu schützen und Ressourcen für kommende Generationen zu erhalten.